Postagenturverband Deutschland e.V.

Lehmbruckstr. 6
47447 Moers

Telefon: 0800 58 90 533
Fax: 02841 – 36 74 309
E-Mail: info@pagd.de

Bürozeiten:
Montag - Freitag: 08:00 - 13:00 Uhr



Schreiben Sie uns!



Alle Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden.
Nachname*:
Vorname*:
Straße:
PLZ / Ort:
Telefon:
E-Mail*:
Nachricht*:


Schreiben an Bundesnetzagentur zur geplanten

Porto-Erhöhung Standardbrief von € 0,70 auf € 0,80

.

BNA Erhöhung Porto 28.06.2018

.

 

Verteiler:

Datum: 01.06.2018

Thema: Subvention der Deutsche Post AG durch Kommunen

Absender: Postagenturverband Deutschland e.V. / Moers

 

 

Eine große Anzahl an Städten und Kommunen betreiben, mangels privater Betreiber, eine Postfiliale in „Eigenregie“ und subventionieren diesen Betrieb ab ca. € 10.000,00 pa.

 

So der neu gewählte  1.Vorsitzende des pagd e.V. (Postagenturverband Deutschland e.V.) Udo Böer.

 

Die Deutsche Post AG (DPAG) gesteht das Scheitern des Anfang 2015 eingesetzten Partnervertrages, in dem auch die Höhe der Provision festgelegt ist,  noch nicht ein und versucht verzweifelt auch mit Hilfe der Städte und Kommunen den Postbetrieb gem. PUDLV (Post-Universaldienstleistungs-Verordnung) zu sichern.

 

Wir, der pagd e.V. müssen uns neu ausrichten, nicht nur die privaten Postbetreiber vertreten, sondern unser Augenmerk auf die Städte und Gemeinden lenken und diese in unserem Verband bündeln und gemeinsam an dem Problem einer auskömmlichen Provision, arbeiten.

Schließlich zahlt der Steuerzahler die Subvention eines Eigenbetriebes, für einen DAX-Konzern mit Milliarden-Gewinn.

 

Nach unseren Recherchen sind es  zur Zeit  50 Städte und Kommunen, wobei wir erst am Anfang unserer Recherchen sind.

 

Die DPAG hat eigens Lobbyisten kreiert, so genannte Politikbeauftrage, die die Interessen der DPAG gezielt in der Kommunalpolitik umsetzten. Ein prima Geschäft.

 

———————

 

Weitere Informationen über www.pagd.de oder direkt über den Vorstand, info@pagd.de

 

 

gez. Udo Böer

 


Betrieb einer Postfiliale durch Städte und Kommunen

 

Es finden sich immer weniger Betreiber für Postfilialen. Der Grund hierfür liegt bei den Provisionszahlungen der Deutsche Post AG (DPAG),  die keinen Gewinn ermöglichen, selbst bei dauerhaften und umfänglichen Einsatz der Betreiber. Die nicht auskömmliche Provision muss dazu hart erarbeitet werden und bindet jede Menge Personal, so dass für ein weiteres Sortiment keine Zeit mehr bleibt.

Nach Einsetzten der z.Zt. gültigen Verträge (Post-Jargon; Vertrag 9.0) Anfang 2015, steigt die Zahl der Postfilialaussteiger signifikant an. Der Wandel bei der Postbank AG (Tochter der Deutsche Bank AG) zeigt sich in einem gehäuften Ausstieg der Postbank bei den Postfilialen. Welches weitere Provisionsverluste und geringere Kundenfrequenz nach sich zieht.

Ein weiterer Wandel, der ständige Rückgang der Briefpost, belastet zu dem.

Erfreulich dagegen ist die Steigerung im Paketdienst, die den Rückgang der Briefpost neutralisieren würde, wenn nicht überall Paketshops und Paketstationen eröffnet würden.

Das Gehalts- Lohnniveau bei den privat betriebenen Postfilialen liegt beim Mindestlohn oder knapp darüber. Auch werden oft „Geringfügig Beschäftigte“ (Mini-Jobber) eingesetzt, ohne Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften (Lohnfortzahlung). Dazu wird sehr oft erwartet, dass ein neu eingestellter Mini-Jobber die Einarbeitungszeit nicht entlohnt bekommt.

Schnell kommt trotzdem das wirtschaftliche Aus der privaten Betreiber  und die Gemeinde hat keine Post.

Findet sich dennoch ein Betreiber, kann er die Mieten in attraktiven Lagen nicht verkraften und nach ein bis zwei Jahren hören die meisten auf. Für Gemeinden ist dies sehr oft ein unerträglicher Zustand.

 

Ich will die Verpflichtung der DPAG zur Einhaltung der PUDLV (Post-Universaldienstleistungs-Verordnung) noch nennen, die der Deutsche Post AG einen flächendeckenden Betrieb, nach gewissen Regeln, vorschreibt.

Wird die Post durch Städte und Kommunen zur Einhaltung der PUDLV gezwungen, geschieht dies durch Post eigene GmbH`s, falls kein Betreiber gefunden wird, aber zu sehr unattraktiven Öffnungszeiten und auch nur temporär. Hier wird nur das Gesetz gezwungener Maßen eingehalten. Nicht befriedigend für eine Gemeinde.

 

Da ist die Überlegung der Städte und Gemeinden zu verstehen, dass diese sich in vielen Fällen zu einem Eigenbetrieb entschließen. Dieser Eigenbetrieb ist niemals kostendeckend, müssen doch Tarife eingehalten werden. Also wird der Postbetrieb subventioniert und das für einen DAX-Konzern mit Milliarden-Gewinn.

 

Die von der DPAG eingesetzten Politikbeauftragten haben die grundsätzliche Aufgabe, die Interessen der DPAG um zu setzen. (Lobbyisten)

 

 

Grundsätzliche Überlegungen

 

Welchen Einfluss kann eine einzelne Kommune gegenüber der DPAG ausüben?

Welchen Einfluss kann der Städte und Gemeinde Bund des jeweiligen Bundeslandes ausüben?

Welchen Einfluss kann der DStGB ausüben?

 

Die föderalistische Ausrichtung beinhaltet lange Wege, viel Diskussion und vor allem unendlich lange Zeit bis zum Erfolg, wenn er vorher nicht durch unterschiedliche Interessen völlig ausbleibt.

 

Zudem muss der Weg eingehalten werden, erst die Landesebene, dann die Bundesebene.

 

Bis dahin haben die Gemeinden, die eine Postfiliale betreiben, ihren Etat deutlich belastet.

Abgesehen von den vorhandenen rechtlichen Problemen eines Eigenbetriebes.

 

Wir, der pagd e.V.,  agieren bundesweit, wie die Deutsche Post AG. Wir vertreten bereits viele private Betreiber und Gemeinden. Wir haben einen Kenntnisstand, den sich einzelne Gemeinden erst mühsam aneignen müssen. Wir verfügen über ein Netzwerk bestehend aus namhaften Fachanwälten, der Mitarbeit bei der  Monopolkommission und weiteren Verbänden, wie z.Bsp. dem  BdKEP.

 

Unsere Finanzierung erfolgt ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge. Wir sind überparteilich und völlig neutral.

 

 

Lassen Sie uns das Grundproblem, eine Erhöhung der Post-Provision, gemeinsam erzielen und stärken Sie unseren Verband, in dem Sie Mitglied werden.

 

Durch die historische satzungsmäßige Ausrichtung des Verbandes auf private Betreiber ist der Mitgliedsbeitrag z. Zt. ausgesprochen moderat (€ 96,00 pa.).

 

 

Weiterer Gesprächsbedarf, bitte wenden Sie sich per email an den Vorstand info@pagd.de

 

 

 

Udo Böer, Mai 2018

 

Postagenturverband Deutschland e.V. (pagd e.V.)

Bundesgeschäftsstelle

Lehmbruckstr. 6

47447 Moers

 

Tel.: 0800-58 90 533